Berliner Montagsdemonstration trotzt den Diffamierungen – Compact Magazin

Veröffentlicht: 22. April 2014 in Allgemein, FürFrieden-MontagsMahnwache, Informationen, KenFM, Wahrheit, Zeitungsberichte
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Die Friedensbewegung schwillt an. Tausende Aktivisten fanden am Ostermontag den Weg auf den Berliner Potsdamer Platz – eine von mittlerweile 40 Mahnwachen und Kundgebungen in ganz Deutschland. Die Menschen trotzen dem Platzregen, der kurz zuvor über Berlin niedergegangen war; trotzen der Hetze, die in der vergangenen Woche kübelweise über den Demonstranten ausgeschüttet wurde. Die Hassprediger der NATO erreichten ihr Ziel nicht. Am Montag ist der Potsdamer Platz bereits zu klein geworden – selbst auf dem Mittelstreifen der Stresemannstraße drängen sich Zuhörer. Bestaunt von Passanten und Touristen. „Könnt ihr alle mal einen Schritt zurückgehen“, hallt es von der umlagerten Bühne.

Die Kriegspauken von Politik und etablierten Medien treiben die Menschen auf die Straße. „Mein Großvater war in Stalingrad. Ich will nicht vor Moskau liegen, weil jemand Krieg spielen muss“, bringt es Demonstrant Mirko Schmidt auf den Punkt. Er kam, „weil es mich tierisch ankotzt, dass wir keine Demokratie haben, sondern auf unserem Rücken einfach etwas beschlossen wird“. Die durchsichtige Kampagne, mit der ein Teil der staatstragenden Medien die Demonstranten als rechtsradikal und antisemitisch zu verunglimpfen sucht, hat manche erst mobilisiert. „Deshalb bin ich gekommen“, meint eine ältere Frau am Rande des Geschehens. „Ich wollte mir selbst ansehen, ob das stimmt mit den ganzen Nazis“. Doch die hat sie nicht gefunden. „Normale Leute“, meint sie. „Die meisten zumindest“ und blickt in Richtung voluminöser Dreadlocks, deren Träger sich auf Campingstühlen niederlassen. „Das Demokraten als Rechtsextreme bezeichnet werden zeigt nur, wie verzweifelt diese Leute sind“, glaubt Dominik Klaube. Der junge Mann demonstriert mit einem handgemalten Plakat gegen die Kriegspropaganda in Deutschland. Auch sein Bekannter und Mitstreiter Mirko Schmidt ist sicher: Die Hassparolen zeigten nur die Angst der Kriegstreiber. „Sie fürchten sich vor einer großen Montagsdemo“.

Es ist eine friedliche Stimmung. Von „Liebe“ ist die Rede, von „Vergebung“ auch für die Urheber der Diffamierungen wie die Ex-Grüne Jutta Ditfurth. Deutsche und Migranten sind gekommen. Alte und Junge. Linke und Rechte. Keine Parteifahnen, dafür viele handgemalte Plakate. „Das Letzte“ steht neben dem Sendersymbol der ARD. Andere Demonstranten meinen, „70 Jahre Besatzung sind genug“.

Vier junge Demonstranten auf einer regelrechten Transparentwand die Macht der US-Notenbank Fed über die Bundesregierung an. Unter ihnen ist Christoph Gruschat. Für ihn ist der Zusammenhang zwischen US-Finanzkapital und der Kriegsgefahr in der Ukraine offenkundig. Russland, Venezuela und Syrien hätten sich dem Fed-System entzogen – und wurden deshalb Opfer von Einmischungen und Propaganda. Abhalten lassen sich die Freunde durch die Diffamierungen nicht. Doch die Hetze habe durchaus Einfluss, fürchtet Gruschat. Es gebe Zweifel, sogar innerhalb von Familien. Einem Freund sei von dessen Mutter regelrecht abgeraten worden, zur Demonstration zu kommen. Eric Schreiber hat sich nicht abschrecken lassen. Zu wichtig sei das Thema. „Die Wurzel des Übels ist die Fed, das Finanzsystems. Wenn wir diese Wurzel des Übels nicht anpacken, werden wir bald im Faschismus leben“, fürchtet er und verteilt Aufkleber mit der weißen Friedenstaube auf blauem Grund.

Von den „schlimmsten Beleidigungen meines Lebens“ spricht ein spürbar erregter Demo-Organisator Lars Märholz, den die Propagandisten des Krieges inzwischen als Teil eines angeblichen antisemitischen Triumvirats mit Ken Jebsen und COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer ausgemacht haben. Kraft gibt ihm die Unterstützung der Demonstranten. „Jetzt stehe ich hier mit ein paar Tausend Leuten. Willkommen in meinem Traum“.

„Heute kann man sehen, dass die Hetze nicht gefruchtet hat. Wir sind nicht schwächer, sondern stärker. Das alte Teile und Herrsche funktioniert nicht mehr“, ruft Jürgen Elsässer der Demonstranten zu – nach auch öffentlich ausgetragenen Differenzen mit Märholz spricht er erstmals auf der Demonstration. „Die ganze Sache mit Antisemitismus in Zusammenhang zu stellen, wie es Jutta Ditfurth tut, spricht für ihren eigenen Antisemitismus“, meint Andreas Popp von der Wissensmanufaktur in seiner Rede. „Wir müssen die Systemfrage stellen“. Popp verweist auf die Verhandlungen zum umstrittenen Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, die, überdeckte von der Ukraine-Krise, etwa die weiter laufen. „Die Fusion von Staaten und Kapital“, nennt es Popp.

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