Verbreitung der Flache-Erde-Theorie als Strategie der Diskreditierung kritischer Meinungsäußerung (Videos)

Veröffentlicht: 22. Oktober 2016 in die andere Wahrheit, Informationen, InternetLinks, PravdaTV, Propaganda, Wahrheit
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Verbreitung der Flache-Erde-Theorie als Strategie der Diskreditierung kritischer Meinungsäußerung (Videos) | PRAVDA TV – Lebe die Rebellion

Bereits bei den alten Römern hieß es: „Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum“ („Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch“) und bei Goethes Faust: „Grau ist alle Theorie“, womit Mephisto den Schüler im Studierzimmer auf die Unzulänglichkeit eines nur theoretischen Wissens hinweist.

Heute wird anhand Letzterem im Allgemeinen dazu aufgefordert, eigene Erfahrungen im Leben zu sammeln, anstatt vor lauter Theoretisieren die Wirklichkeit aus dem Blick zu verlieren – und angesichts solcher Theorien wie der von der flachen Erde scheint dies dringlicher denn je.

Es muss betont werden, dass es grundsätzlich richtig ist, die Dinge zu hinterfragen und Zweifel zu äußern – ja, man kann sogar sagen, dass das Zweifeln eine Grundvoraussetzung für alle Erkenntnis ist, und damit auch für die Philosophie (Philosophie heißt „Liebe zur Weisheit“).

Dies liegt nicht zuletzt daran, dass unser Bewusstsein voller Täuschung und Illusion über die Beschaffenheit der Welt ist. Viele Religionen haben dieses Problem erkannt und sie drücken dies – wie etwa die stark philosophisch geprägte buddhistischen Religion – metaphorisch aus, indem z.B. der Name von Buddhas Mutter „Maya“ mit „Verzauberung“ und „Illusion“ übersetzt werden kann, was oberflächlich betrachtet mit ihrer außergewöhnlichen Schönheit in Verbindung gebracht wird.

Auf einer tieferen Ebene lässt sich dies jedoch so deuten, dass die „materielle“ Welt die Illusion hervorbringt, weil „Materie“ (von lat. „mater“ = „Mutter“) nicht dauerhaft Bestand hat und somit in ontologischem bzw. metaphysischen Sinne keine wahre Existenz besitzt, sondern nur in unserer sinnlich-geistig beschränkten „Wahr-nehmung“.

Anders gesagt: Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt wesentlich von dem zugrunde liegenden Weltbild ab, und es kann infolgedessen eigentlich gar keine objektive, d.h. für alle gleichermaßen gültige, Wahrheit geben, sondern es gilt eben das als wahr, worauf sich die Mehrheit einer Gesellschaft geeinigt hat.

Nun könnte man argumentieren, dass es auf dieser Grundlage keine Rolle spiele, ob jemand glaubt, dass die Erde flach ist oder kugelförmig, da es sowieso keine gesicherte Erkenntnis gebe. Dies hat durchaus etwas für sich, das Problem ist aber, dass diese Sichtweise nicht nur der Meinung der Mehrheit widerspricht, dass die Erde eine Kugel ist, sondern auch der ganz realen Er-fahrung zahlreicher Weltumrundungen, die im Prinzip jeder selbst machen kann.

Indem diese Erfahrung einfach geleugnet wird, erzeugt dies eine kognitive Dissonanz, die offenbar auf eine Spaltung der Menschen abzielt und daher im wahrsten Sinne des Wortes „diabolisch“ ist (von gr. „diaballein“ = durcheinander werfen). Es geht hier also nicht um eine Frage der Meinungsfreiheit, welche selbstverständlich ein hohes und schützenswertes Gut ist, sondern um das vorsätzliche Verbreiten von Lügen wider besseres Wissen, das durch nichts zu rechtfertigen ist.

Die alles entscheidende Frage zum Verständnis, welches Weltbild Gültigkeit beanspruchen darf, lautet daher wie so oft: „cui bono“, also „wem nützt es“? Genauer gesagt: Würde es wirklich jemandem nützen, über Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende, die wahre Gestalt der Erde bewusst zu vertuschen und wenn ja, wem und warum? Andererseits: Wem nützt es gerade jetzt, von Neuem eine an sich völlig unnütze Diskussion über eine längst überholte Streitfrage zu entfachen und massiv unhaltbare Behauptungen zu verbreiten?“

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